Die Verbandsversammlung des LandFrauenverbandes Südbaden hat am 9.11.2017 bei den alle drei Jahre stattfindenden Wahlen das bereits amtierende Präsidium im Amt bestätigt. Zum Team von Präsidentin Rosa Karcher (Bezirk Achern) gehören die drei Vizepräsidentinnen Luise Blattmann (Bezirk Freiburg), Kathrin Leininger (Bezirk Freiburg) und Kerstin Mock (Bezirk Überlingen) sowie die vier Beisitzerinnen Susanne Schmidt-Barfod (Bezirk Bonndorf im Schw.), Monika Schnaiter (Bezirk Haslach), Karina Stengelin (Bezirk Stockach) sowie Agnes Zimmermann (Bezirk Oberes Wiesental). "Wir werden uns auch weiterhin mit viel Energie und Herzblut zum Wohlergehen der Frauen und Familien im ländlichen Raum einsetzen“, bedankte sich Rosa Karcher im Namen des gesamten Präsidiums für das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Gespräch mit MdB Kerstin Andreae

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Unsere Landrätin Dorothea Störr-Ritter ist seit geraumer Zeit Mitglied bei den LandFrauen.

Am Samstag, 10. Juni 2017, war sie nun selbst aktiv als LandFrau unterwegs. "Es war mir ein Anliegen, selbst einmal wieder drauf zu schauen," so Störr-Ritter beim Abschlussgespräch auf dem Urbershof von Hildegard und Rudi Steinhart in Zarten.

Schon früh um 6.30 Uhr begann der Tag. Die Landrätin begleitete unsere Bezirksvorsitzende Luise Blattmann bei ihrer Tätigkeit als Mitarbeitern der Sozialstation Südlicher Breisgau. So bekam sie Einblick in unterschiedlicher familiäre Lebensverhältnisse. "Man kann nur staunen, was Menschen in ihrem Leben alles leisten", so Störr-Ritter und hob hervor, dass es im ländlichen Raum doch häufig möglich ist, im Generationenverbund und in Verbindung mit Sozialstationen häusliche Pflege zu ermöglichen.

Nächste Station war in Staufen. Hier stand der Besuch der Wohngemeinschaft "Mittendrin" auf der Tagesordnung. Seit Februar leben in der WG Mittendrin 10 Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Die WG soll "ein offenes und zwangloses Zusammenleben demenzkranker Menschen ermöglichen". http://mittendrin-staufen.de/

Auf dem Münstermarkt in Freiburg, am Stand von LandFrau Inge Baer aus Eichstten, hatte dann das Thema "Regionale Produkte" Priorität. Das Resümee nach dem direkten Austausch mit Verbrauchern und Anbietern lautete:
Preis und Aussehen der Produkte spielen eine große Rolle. Dann stelle sich auch die Frage: "Sind frostgeschädigte Produkte überhaupt absetzbar?" Was nimmt der Verbraucher an? Was ist er bereit, für die Produkte zu bezahlen?

"Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzald hat an landwirtschaftlicher Vielfalt praktisch alles zu bieten was möglich ist", so Landrätin Störr-Ritter. Obst, Gemüse, Wein, Streuobstwiesen, Ackerbau, Viehhaltung, Höhenlandwirtschaft und vieles mehr. Das stellt natürlich auch Herausforderungen an die Kreisverwaltung. Für jede Sparte muss es einen Spezialisten geben.

Ein Rundgang auf dem Milchviehbetrieb der Familie Steinhart rundete den Tag ab. Hier wurden dann auch die Sorgen und Nöte der Landwirte thematisiert. Betriebsnachfolge, Arbeitsbelastung, Bürokratie, wirtschaftlicher Druck, Naturereignisse. Trotz großer Belastungen war aber bei Familie die Freude am Beruf zu verspüren.
Hildegard Steinhart nimmt sich auch hin und wieder eine Auszeit. So besucht sie regelmäßig einen Frauenstammtisch und findet hin und wieder Erholung bei kurzen Wellnessaufenthalten.

Zum Schluss zollte Landrätin Störr-Ritter den LandFrauen großen Respekt für ihre Tätigkeit. Sie stellt noch einmal die generationenübergreifende Arbeit der LandFrauen in den Vordergrund, verbunden mit dem Wunsch, dass sich immer wieder junge Menschen finden, die sich dafür begeistern.

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Text: Barbara Riess                                                                                                Fotos

In eine regelrechte Genussmeile verwandelte sich der Dorfplatz von Stegen beim  Aktionstag der Landfrauen am Sonntag, 28. Mai. Bei perfektem Sommerwetter herrschte rund um die Kageneckhalle ein buntes Markttreiben. Die Landfrauen boten eine beeindruckende Vielfalt selbstgemachter Delikatessen und allerlei Nützliches aus eigener Produktion. „S'Eige zeige – s'Eige schnaige“ lautete das Motto des Tages, der zum vierten Mal im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald stattfand.

Die zahlreichen Besucher zeigten sich ebenso wie Bürgermeisterin Fränzi Kleeb begeistert von dem reichhaltigen Angebot. „Ich freue mich, dass auch so viele Betriebe aus dem Dreisamtal mit von der Partie sind, so die Bürgermeisterin. Der Erfolg des Aktionstages hatte gleich mehrere Mütter: Veranstalterinnen waren die Landfrauen der Bezirke Freiburg und Müllheim, Gastgeberinnen waren die Landfrauen des Ortsvereins Kirchzarten-Stegen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, mit den Verbrauchern in Dialog zu kommen, die Arbeit der Landwirte transparent zu machen und die Wertschätzung für regionale Produkte zu fördern. Der Aktionstag in Stegen demonstrierte aber auch, dass die Landfrauen nicht nur für einen reich gedeckten Tisch sorgen können, sondern auch über ein schlagkräftiges Netzwerk und nicht zuletzt über gute Kontakte verfügen. Entsprechend lang war die Liste der Vertreter von  Politik, Verwaltung und Verbänden,  die Luise Blattmann, die Bezirksvorsitzende der Landfrauen, begrüßen konnte. Darunter Kordula Kovac (CDU), Mitglied des Bundestages, Reinhold Pix (Grüne), Mitglied des Landtages, Werner Räpple, Präsident des Badischen Landwirtschaftliche Hauptverbandes (BLHV) und August Daiber vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. Zugleich lenkte Luise Blattmann den Blick auf die Hintergründe der regionalen Produktion. „Die heftige Frostperiode im April machte deutlich, dass Landwirtschaft und der Obst- und Weinbau nicht nur von Angebot und Nachfrage abhängig sind, sondern auch vom Wetter.“ Für nicht wenige Betriebe bedeute das Jahr 2017 einen existenzgefährdenden Totalausfall der Ernte.

Rosa Karcher, die Präsidentin des Landfrauenverbandes Südbaden, sah hier auch die Politik in der Pflicht und plädierte für die Einführung einer steuerfreie Risikoausgleichsrücklage, um gute und schlechte Erntejahre miteinander verrechnen zu können. In ihrem Grußwort verwies sie auf die Bedeutung nachhaltiger Produktion. Dies betreffe nicht nur Nahrungsmittel, sondern alle Lebensbereiche. So gehe es beim Thema Nachhaltigkeit auch darum, den ländlichen Raum am Fortschritt teilhaben zu lassen und ihn lebenswert zu gestalten. Als Beispiel, dass hier noch Handlungsbedarf besteht, nannte sie den Ausbau des Breitbandkabels. 75 Prozent der Haushalte auf dem Land haben kein schnelles Internet, so Karcher. Die Menschen sind aber hier ebenso darauf angewiesen wie in der Stadt. Und auch der Dialog zwischen Verbrauchern und Erzeugern findet mittlerweile oft via Internet und Facebook statt und nicht immer auf so idyllischen Dorfplätzen wie in Stegen. 

Den Auftakt des Aktionstages bildete ein Ökumenischer Gottesdienst. Für das musikalische Programm sorgten der Landfrauen Singkreis Kirchzarten-Stegen und das Landfrauenchörle St. Peter. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 a der Realschule Kirchzarten präsentierten ein Projekt aus dem Fachbereich Mensch und Umwelt. Und für die jüngsten Besucher war Unterhaltung im Spielekreisel geboten.

  Fotos: Barbara Riess und Kathrin Leininger

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Ich bin der Bus der Firma Schaber in Ihringen und habe die Nummer FR-NH-87.

Mein Fahrer Thomas füllt das Kofferlager. Was der alles packt: Tisch Vesperkorb, Kühlboxen und jede Menge Kartons mit Wein - Was wird das wohl für eine Tour? Ich habe nur mitbekommen, dass es am Donnerstag, den 6.April losgeht und dass wir am Sonntag, den 9. April abends wieder zu Hause sein werden.

Donnerstag:

Schon kurz nach 4:00 Uhr erscheint Trudel Gugel, vollbepackt mit Tasche und Fotoapparat. Jetzt ist mir sofort klar. Es wird eine gut geplante und super organisierte Fahrt mit Landfrauen. Und dann tatsächlich füllen  sich mein Kofferbauch mit Gepäck und mein übriges Inneres mit 30 Landfrauen aus dem Bezirk Freiburg. Helles Lachen und munteres Geplapper wird nur unterbrochen durch eine Vesperpause und kühlem Ihringer Secco.

Die Fahrt nach Norden ist teilweise mühsam, verursacht durch Staus und einspurige Autobahnabschnitte. In der Karl-Stadt Aachen wird Thomas und mir eine ausgiebige Mittagspause gegönnt. Während dessen werden die Landfrauen durch den Aachener Dom geführt und anschließend stärken sie sich mit Kaffee und Kuchen für die Weiterfahrt.

Fahrer Thomas lenkt mich umsichtig, ruhig und ausdauernd nach Rees am Niederrhein ins Hotel Rheinpark zur Nachtruhe. Nach einem feinen 3-Gänge -Abendessen und dem anschließenden  Besuch der Hotelbar werden auch meine Landfrauen stiller, denn der Tag war lang.- Jedenfalls habe ich auf dem Parkplatz nichts mehr von ihnen gehört.

 

Freitag:

Gleich nach dem Frühstück geht es los…

Marlies Wollschläger aus Asperden, eine Freundin von Trudel und selbstverständlich auch engagierte Landfrau, übernimmt nun ganz professionell die Reiseleitung und die Landfrauen aus dem Süden erfahren vieles über Land und Leute aus dem Norden.

Das erste Etappenziel an diesem kühlen Morgen ist der Milchviehbetrieb der Familie Seegers. Der Betriebsinhaber Michael Seegers leistet Öffentlichkeitsarbeit vom Feinsten und beantwortet geduldig und überzeugend viele der aktuellen - und speziell für die Landwirtschaft  kritischen - Fragen. Er verkörpert einen bodenständigen, stolzen, wirtschaftlich denkenden und weitblickenden Bauern. Zu besichtigen sind ca. 200 Milchkühe und Kälber, ein Melkroboter, eine Milchstation für den Frischmilchverkauf ab Hof und eine Eismaschine. Die Oma der Familie berichtet aus ihrem Leben und der Arbeit auf dem Hof. Beeindruckt genießen meine Landfrauen das leckere Eis und das herrliche Blumenbeet vor dem Haus und ich die sehr würzige Landluft und den Blick auf die Kälberboxen.

 

Bisher dachte ich, Hostien werden von Nonnen in Klöstern gebacken. Das war einmal….

In Kevelar können meine Landfrauen sehen wie das heute halbautomatisch mit Maschinen und Technik geschieht. Begriffe wie exakte Temperatur, genaue Backzeit, entsprechende Luftfeuchtigkeit, präzise Druckstanze, richtige Lagerzeit, aktuelle Hygienevorschriften, Keim-arme Unterdruckbelüftung usw. werden von Herrn Held verständlich gemacht und hinter den schutzverglasten Produktionsräumen demonstriert.

Nach so vielen Informationen heißt das Kontrastprogramm bummeln im schönen Wallfahrtsort Kevelar. Die Gelegenheit für den Kauf eines neuen Outfits oder eines kleinen Mitbringsels wird genutzt und schon wird mein Bauch das Kofferlager zum Depot für Einkaufstüten.

Die Fahrt übers Land  führt nach Bedburg-Hau-Schneppenbaum zur Besichtigung von 4000 qm Gartenlust - im wahrsten Sinn des Wortes.

Nach 2 Stunden Führung durch den Garten steigen meine Landfrauen  wieder bei mir ein. Jetzt höre ich alle beeindruckt und begeistert erzählen: „ So ein toller Garten.- Schön angelegt und farblich abgestimmt – welch eine Pracht- Täglich verbringen die beiden Rentner Klaus Bender und Manfred Lucenz 6 Stunden mit der Pflege in ihrem Garten.- Und das Haus, teilweise mit kunstvollem Mosaik verziert, passend zum Lebensstil der beiden eingerichtet.-Kaum zu glauben, dass dann auch noch Zeit zum –Bücherschreiben bleibt.- Sie haben 5000 Tulpenzwiebeln vergraben und 2 Porsche. “

Jetzt wird mir ganz mulmig: Wenn diese  Rentner zwei Porsche vergraben haben, sind sie auch in der Lage einen Reisebus wie mich zu  „verlochen ,“ ?!!

Habe ich das richtig verstanden? -Wahrscheinlich meinen die beiden nur den Geldwert der Pflanzen und  Materialien, beruhige ich mich selbst.

Jedenfalls ist es kaum zu glauben, dass es noch Menschen gibt, die im Mausklick-Zeitalter so viel Leidenschaft und Geduld aufbringen für einen so großen Garten. Das nenne ich Lebensphilosophie.

Den Abend verbringen meine Landfrauen mit Frauen aus dem Bezirksvorstand des Rheinischen Landfrauenverbandes Kleve. Gastfreundlich werden sie mit verschiedenen leckeren Kartoffelsalaten und Würstchen nach norddeutscher Art bewirtet. Dazu präsentieren meine Frauen natürlich Wein aus dem Badischen.

Mit einem lustigen und kurzweiligen Sketch machen die Klever Landfrauen aufmerksam auf ernste Themen, die den Landwirten vor Ort „unter den Nägeln brennen“. Die Präsentation von Carola Jakobs und ihrer Freundin ist von besonderer Art. Denn Bauernregeln werden neu kreiert und weisen auf das Thema Tier-Wohl und sinkende Verkaufspreise für Schweine hin. „Steht das Schwein auf einem Bein ist der Stall zu klein,“ oder „Bauern können alle Plagen nur keinen Durst vertragen“ - wenn notwendige Flächen für hohe Pachtpreise erworben werden müssen, oder Erlasse und Bürokratie im Leben eines Landwirts überhand nehmen und dieser nach seiner ursprünglichen Arbeit in der Natur gerade zu lechzt.

Das umgedichtete Lied: „Sag mir wo die Blumen bzw.Bauern sind – wo sind sie geblieben- was ist geschehen?  Zielt auf das Höfe-sterben ab und stimmt sehr nachdenklich.

Aber gemäß dem Motto: sprechenden Menschen kann man helfen. stimmen alle gemeinsam das Badner-Lied bzw.Landfrauenlied an mit den optimistischen Zeilen: „gemeinsam nehmen wir es in die Hände..“

Dankbar für diesen schönen Tagesausklang und mit dem Wunsch auf ein Wiedersehen im sonnigen Baden verabschieden sich meine Landfrauen zur Rückfahrt ins Hotel.

 

Samstag:

Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstückbuffet kommen meine Landfrauen zum Busparkplatz marschiert. Sie sind schon gespannt auf das heutige Tagesprogramm.

Marlies Wollschläger zeigt Thomas und mir den Weg nach Nimwegen in Holland. Wir fahren vorbei an Kalkar, einem geplanten AKW, das zu einem Freizeitpark umgestaltet wurde über die längste Hängebrücke Deutschlands.

Was die Wagner-Oper Lohengrin mit der Stiftskirche, dem Schwanentor und Königin Anna von Kleve zu tun hat, erfahren die Landfrauen von der Stadtführerin.

Auch ich als Bus komme ins Staunen, denn auf meinem Parkplatz in 99 m über Meeresspiegel bläst ein kalter Nordwind. – Es gibt also Berge auch im Norden!

Die Fahrt nach Nimwegen gestaltet sich hügelig. Marlies erzählt, dass die an der Küste ansässigen Niederländer hier gerne Urlaub machen - Das ist eine andere Landschaft und vermittelt ein Gefühl für Berge. Für mich den Kaiserstühler ist das alles kein Problem.

Während ich Pause am Rheinufer habe, machen meine Frauen eine Stadtführung in Nimwegen.  Außerdem bleiben noch genügend Zeit zum Bummeln und die Holländische Küche zu genießen.

Meine Ruhepause wird durch lauten Motorenlärm und Hupen von hunderten Motorrädern gestört. Entlang des Parkplatzes ist eine Demo angesagt. Es rollen alle Typen von Motorrädern lautstark vorbei und die Fahrer haben teilweise eine unheimliche Ausstrahlung.

Ja, wenn man eine Reise tut,.kann man was erleben

Das Weingut Colonjes in Groesbeck ist das Mittagsprogramm. Alle sind gespannt auf die Weinprobe.

Adam Colonjes präsentiert  bei (endlich!) Sonnenschein im Garten zunächst Rosé-Secco aus Pinot tin Trauben und Weißweine aus der pilzresistenten Sorte Helios sowie einen Cabernet blanc. Auch ein Regent aus dem Jahr 2015 sorgt für weitere beste Stimmung und zum Abschluss noch einen  Muskateller - alles zusammen Genuss pur.

Beim Abschied wünschen die Frauen dem sympathischen Adam alles Gute für die Zukunft, genügend Erträge in seinen Reben und Anerkennung durch gute zahlungskräftige Kundschaft, damit seine Wünsche sich verwirklichen lassen.

Mein Fahrer Thomas hat mir wirklich leid getan, musste er doch nur Wasser trinken.- Ich habe ja meinen Sprit dabei für mich also kein Problem.

Nach einem leckeren Abendessen im Hotel nimmt der Nachtwächter von Rees meine Frauen als Gefolge mit auf seine Tour. Jetzt heißt es aufgepasst, damit auch nachher noch etwas von den Gebräuchen und dem Leben in der mittelalterlichen Stadt Rees im Gedächtnis bleibt.

In Erinnerung bleibt  auf jeden Fall das überraschte Gesicht des Nachtwächters als meine Landfrauen in den Kassamatten jede Menge Weinflaschen aus den Taschen holen für eine nächtliche Weinprobe.

Da wäre ich auch gerne dabei gewesen aber mich haben sie einfach auf dem Hotelparkplatz stehen gelassen. Der Nachhauseweg führte über den Uferweg am, mit regem Frachtschiffverkehr befahrenen, Rhein entlang zurück zum Hotel. Naja - vielleicht waren die Landfrauen auch müde und haben mich deswegen vergessen.

 

Sonntag

Heute heißt es Abschied nehmen. Noch ein Abstecher in Maastricht und eine Pause für Thomas und mich, den Landfrauen natürlich wieder eine Stadtführung – dann neigt sich eine tolle Fahrt an den Niederrhein zu Ende.

Danke an Thomas, der mich und meine Landfrauen wieder sicher nach Hause gebracht hat, an Trudel, die wieder alles perfekt organisiert und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt hat, und an Luise, die einen weiteren wichtigen Teil für das Verwöhn-Programm, den Bordservice übernommen hat.

Danke auch den gutgelaunten Landfrauen - ich behalte euch in bester Erinnerung und hoffe, dass ich auch bald  wieder für Euch fahren darf

Denn mit den Landfrauen ist es einfach nur schön.

Bleibt gesund und munter

Euer Reisebus FR- NH- 87

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